12.05.2012
Wir sind wieder in Trinidad. Ursprünglich wollten wir in Venezuela die Shassada aus dem Wasser nehmen, auf einem abgeschlossenen und gesichertem Gelände abstellen und wieder nach Deutschland fliegen. Deutschland fliegen bleibt, aber nicht mehr aus Venezuela sondern aus Trinidad. In Venezuela haben sich die Preise verdoppelt, weil es in jedem Quartal eine Preisanpassung gibt. Trotz dieser sehr hohen Preise kann nicht für die Sicherheit des Schiffes garantiert werden und man muss mit einem Einbruch rechnen. Zum anderen hat man keine Möglichkeiten Ersatzteile vor Ort zu bekommen. Sämtliche Händler haben ihre Läden geschlossen. Auch der Weg nach Venezuela und wieder raus ist sehr gefährlich und man muss mit Piratenüberfällen rechnen. Hiermit haben wir unsere eigenen Erfahrungen gemacht. Solange es keine poltischen Veränderungen in Venezuela gibt, sollte man es lassen, mit seinem Segelboot dort einzureisen. Jedenfalls sind wir jetzt in Trinidad. Die Shassada wird am 16.05. an Land gestellt und die Crew fliegt am 21.05. nach Deutschland. Wir machen eine Pause von ca. 8 Monaten und kommen im Februar 2013 zurück. Dann bekommt unsere Shassada einen neuen Anstrich und wir können in den Pazifik starten.
03.05.2012
Es kommt immer etwas dazwischen, diesmal war es unser Autopilot. Nach 6 Stunden schönstes Segelwetter, es stimmte alles, fiel unser Autopilot aus. Nach dem Arnim alles durchgecheckt hat, stellte er fest, das der Motor von der Hydrauliksteuerung defekt ist. Also ganz einfach, Motor abbauen und von der neuen Pumpe Motor wieder anbauen. Wäre so schön gewesen, ging aber nicht. Die Pumpen sind kompakt und da kann man nicht einfach mal so den Motor abbauen. Also unsere Windsteueranlage, die wir in diesem Jahr noch nicht einmal gefahren sind aktivieren, aber was solls ging natürlich auch nicht, warum auch? Was man hier in der Karibik nicht benutzt, wird von Sonne und Salz festgesetzt. Also mußten wir selbst Steuer gehen. Wir haben uns alle 2 Stunden abgewechselt, war ganz schön anstrengend. Nach kurzem Stop in Venezuela, Puerto la Cruz, werden wir am Samstag früh die Leinen loswerfen und nach Trinidad , Chaguaramas segeln.
27.04.2012
Abschiedsparty auf der „SY Pollen“ mit Rozi und Johann. Rozi hat lecker bunten Salatteller und Rumpunsch zubereitet. Heute segelt die“ Pollen“ Richtung Tobago. Wir haben das letzte Mal zusammen gefeiert. Unsere Wege trennen sich hier auf St.Lucia. Die „Pollen“ segelt über die Azoren nach Portugal und wieder zurück nach Brasilien. Es war eine sehr schöne Zeit mit Ihnen. Am Samstag heben auch wir unseren Anker und segeln nach Venezuela, Puerto La Cruz. Wir brauchen ca. 3 Tage und über unsere aktuelle Position kann man uns verfolgen.
22.04.2012
Barbara hat sich von Rozi Zöpfe flechten lassen, die ganz schön gewöhnungsbedürftig waren. Auf der „ANNI“ haben wir die Mitte der Woche, mit einer Party gestaltet und am Wochenende war Herrenabend auf der „Shassada“. Gestern hat neben uns Alex mit seiner „Rose“ geankert. Alex kennen wir aus Las Palmas 2009, Brasilien 2010 und mit ihm haben wir auch 2012 in Curacao gelegen. Man trifft sich immer wieder, auch wenn die Wege unterschiedlich verlaufen. Wir bleiben noch ca. eine Woche, dann geht es weiter nach Venezuela.
15.04.2012
Jeden Freitag wird in dem kleinen Fischerdorf, Gros Islet, der „Jump Up“ gefeiert. Ein Straßenfest mit Musik und Tanz, bei der auch Snacks, Fish and Ships, Muscheln und Barbecue angeboten werden. Jede noch so alte Holzhütte verwandelt sich in eine Rum-Bar, wir waren dabei. Die Musik kam aus riesengroßen Musikboxen, mit einer Zwei-Mann-Band davor. Es war toll. Werner, den wir noch aus unseren Ostseetörns kennen, liegt mit seiner Athena neben uns. Jens hat es auch wieder geschafft, konnte sich von St.Martin trennen und hat es noch rechtzeitig zum Freitag geschafft.
6.04.2012
Wir wünschen ein schönes Osterfest und erholsame Tage.
Gestern sind wir in einem super Törn von Martinique nach St.Lucia gesegelt. Liegen in einer sehr schönen und “ruhigen” Bucht, mit Sandstrand und vielen Hotels. Die Rodney Bay ist für ihr karibisches Leben bekannt, laute Raeggy- Musik und Rumpunsch. Hier sind auch viele deutsche Yachten.
04.04.2012
Es geht weiter. Arnim ist heute mit dem Dinghi nach Le Marin, um uns auszuklarieren. Morgen geht es weiter nach Saint Lucia. Ein Tagestörn in die Rodney Bay. Hier in St. Anne haben wir sehr gut vor Anker gelegen und neue Bekanntschaften geschlossen. Gestern haben wir bei Harald auf der Florimell, dann auch noch ein Abschieds-Rumpunsch getrunken, lecker.
30.03.2012
In der Bucht von Le Marin ankern mehrere hundert Yachten, einige schon länger, was man an den teilweise üppig bewachsenen Ankerketten erkennt. Es ist ein sehr beliebter Ort unter den Yachties, der in einer riesigen tiefeinliegenden Bucht, umgeben von grünen Hügeln und Mangroven liegt. Mit dem Dinghi kann man alle Örtlichkeiten erreichen. Unter anderem fahren wir, mit dem Dinghi, bis an den Supermarkt heran. Je weiter wir den Süden von der Karibik erreichen, um so wärmer und trockener wird es. Außentemperatur liegt bei 33 Grad und Wassertemperatur bei 27 Grad.
22.03.2012
Wir sind wieder alleine und können unseren Weg fortsetzten. Am Samstag sind wir 20sm weiter, Richtung Süden, nach Saint Anne. Uns fällt auf, es wird immer wärmer und es regnet nicht mehr so viel. Auf unserem Weg von Fort-de-France nach St.Anne, sind wir am Diamantenfelsen vorbeigesegelt. Der Diamont Rock ragt 176 m aus dem Wasser und hat eine militärische Vergangenheit. 1804 haben ihn die Engländer mit Schiffsartellerie und 120 Soldaten besetzt und er wurde zu einem unsinkbaren und uneinnehmbaren „ Kriegsschiff“ erklärt. 17 Monate konnten sich die Soldaten gegen die französische Übermacht behaupten. Erst als listige Franzosen ein mit Ruhm beladenes Schiff am Felsen stranden ließen und die Briten dem Alkohol nicht widerstehen konnten, fiel der Rocher du Diamant wieder in französische Hände. Wir haben erfahren, dass es im 16. und 17. Jahrhundert eine ganz schöne Rauferei zwischen den Briten, den Franzosen und Einheimischen, um all diese Inseln gab. Ständig trifft man hier auf historische Ereignisse aus der Geschichte der Inseln. Wir bleiben noch bis Ende März hier in St.Anne und gehen dann weiter nach St.Lucia.
15.03.2012
Marion schreibt
Als Gast wird man hier sehr verwöhnt, Voraussetzung ist natürlich ein Berufstätiger zu sein. Hier herrscht ständiger Wind, so das Barbara und ich uns schon die nächste Bucht einmal zu Fuß angeschaut haben. Barbara war begeistert von diesem langen Spaziergang. Bekomme trotzdem noch einen extra Kaffee vor dem Frühstück serviert. Da ich noch nie auf einem Segelboot war, entdecke ich die Gelassenheit und Ruhe die der Alltag so mit sich bringt. Man kann sich dran gewöhnen. Täglich gibt es 3 feste Mahlzeiten und abends einen zum Einschlafen. Für den Gast wurde eine stille Bank eingerichtet. Von dort schaut man staunend und am besten stillschweigend dem Skipper und seiner Frau zu, wie sie ihr Segellatein umsetzen. Habe hier viel über Seemannsknoten gelernt, aber Schleifen zubinden wäre einfacher für mich gewesen. Ich denke der Skipper hätte dies auch nicht toleriert. Dank meiner Nachbarschaftshilfe, die hin und wieder mal benötigt wurde, ist der Verlust einer Klammer, sowie das Zerreißen einer Kette und der Defekt des Nähmaschinenkastens ausgeglichen. Zu mindestens wurde ich nicht von Bord geworfen. Habe doch glatt einen Durchlauferhitzer an Board entdeckt, musste trotzdem auf der Badeplattform mit kaltem Wasser duschen, egal wie windig und dunkel es war. Sie geben es ja beide nicht wirklich zu, dass es ihnen auch kalt war. Aber man hat es gehört. Heute Abend geht mein Flieger wieder nach Hause. Hab im Gepäck schöne Erinnerungen, reichlich blaue Flecke und ein paar Beulen am Kopf. Aber es lohnt sich irgendwann mal wieder zukommen.






























